«Es war sehr interessant zu sehen, wie Journalisten arbeiten»

Im November 2017 trafen sich 13 Schülerinnen und Schüler mit 14 ehemaligen Finalistinnen und Finalisten des Wettbewerbs Projekt 9 in einer «Medienwerkstatt». Die an diesem Tag entstandenen Texte, Bilder und Multimedia-Beiträge sind unter «Projekte» zu finden.

Ein Samstag im November 2017: 13 Schülerinnen und Schüler treffen an der PH Luzern 14 ehemalige Finalistinnen aus dem Wettbewerb Projekt 9. Der Projektauftrag lautet: Ihr erarbeitet möglichst originelle Porträts über die ehemaligen Finalistinnen und Finalisten (Text, Fotos, Videos).

Daniel Graf, Redaktor bei der Zeitung «Südostschweiz», führt die 9.Klässler in ihre Aufgabe ein: Was macht ein spannendes Porträt aus? Wie bereitet der Journalist ein Gespräch vor? Wie kann das Gespräch sinnvoll dokumentiert werden? Gemeinsam werden zentrale Fragen formuliert für das Interview, Aufnahmegerät, Videokameras und Fotokameras werden aufgebaut und getestet. Die Schülerinnen und Schüler, die sich alle freiwillig gemeldet haben, beweisen ihre Kompetenzen im Umgang mit den verschiedenen technischen Hilfsmitteln.

Bald werden den Journalistinnen und Journalisten die Gesprächspartner zugelost. Der Fotograf der PH Luzern gibt den Gruppen einfache Tipps mit, wie gute Fotos das Textporträt ergänzen. Die Gruppen verteilen sich in verschiedene Räume. In einer ersten Phase des Beschnupperns stellen die ehemaligen Finalistinnen und Finalisten ihr damaliges Projekt vor.

Die Projektdokumentation gitb Einblick in Arbeitsprozess und Produkt des Projektes. Rasch wird wieder die Begeisterung für die eigene Projektarbeit und die Teilnahme am Final spürbar, die doch schon mehrere Jahre zurückliegen. Nun übernehmen die Journalistinnen und Journalisten und führen ein längeres Gespräch, um den Mensch hinter dem Projekt besser kennenzulernen. Es gelingt den meisten Journalistinnen und Journalisten, ihre Gegenüber in ein längeres Gespräch zu verwickeln, die Gesprächsführung ist spontan und folgt nicht stur dem vorbereiteten Fragekatalog. Zum Schluss fotografieren die Schülerinnen und Schüler ihre Gesprächspartner, es entstehen Gruppenfotos.

Beim gemeinsamen Mittagessen ist noch einmal Gelegenheit, letzte fehlende Informationen einzuholen, dann sind die Finalistinnen und Finalisten auch bereits wieder weg. «Es hat grossen Spass gemacht, wieder in die Erinnerung an die Projektarbeit einzutauchen», dies der Tenor der ehemaligen Finalistinnen und Finalisten.

Nun beginnt für die 9. Klässlerinnen und -klässler die Knochenarbeit: Das vielfältige Material muss in Textform gegossen werden. Da sind die journalistischen Tipps des Profis gefragt: «Schreibt einfach mal auf, was euch besonders geblieben ist, was euch besonders beeindruckt hat. Notizen und Tonaufnahme sind erst in einem zweiten Schritt wichtig.»

In allen Räumen wird konzentriert gearbeitet, Texte werden ausgetauscht und gemeinsam verbessert. Einzig die Autorenbox macht etwas Mühe: Was soll ich über mich selbst schreiben? Nach zwei Stunden sind Textentwürfe und Fotoauswahl auf dem vorbereiteten Stick, die Arbeit der Journalistinnen und Journalisten abgeschlossen. «Es war sehr interessant zu sehen, wie Journalisten eigentlich arbeiten, aber wir hatten für die Verarbeitung des Gesprächs zu wenig Zeit», dies die einhellige Meinung der Schülerinnen und Schüler.

Die auf dieser Website veröffentlichten Porträts von Finalistinnen und Finalisten sowie deren Projekte basieren auf den Gesprächsaufzeichnungen und Entwürfen der 9. Klässler aus der Medienwerkstatt. 

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